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9:15 | 25.02.2011
LBBW schreibt wieder schwarze Zahlen
Stuttgart (dapd). Die in der Krise gefährlich ins Straucheln geratene Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat nach massiven Verlusten in den Vorjahren 2010 wieder Gewinne eingefahren. Auf Basis vorläufiger Zahlen wurde ein Jahresüberschuss vor Steuern von rund 300 Millionen Euro, nach einem Verlust von 2,15 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die Bank am Freitag in Stuttgart mitteilte. Grund dafür seien vor allem ein exzellentes Kundengeschäft und ein deutlicher Rückgang des Bedarfs an Risikovorsorge. Der LBBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Jörg Vetter sagte, mit der Fokussierung auf kundenorientiertes Bankgeschäft sei das Institut auf dem richtigen Weg. Sowohl das Firmenkunden- als auch das Privatkundengeschäft entwickelten sich besser als geplant. Die Risikovorsorge konnte den Angaben nach auf unter 500 Millionen Euro gedrückt werden, nach 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Dazu wurde die Restrukturierung der Bank vorangetrieben. Die Verwaltungsaufwendungen im Konzern seien um über sieben Prozent auf etwa 1,75 Milliarden Euro zurückgefahren worden. 1.100 Mitarbeiter hätten Angebote angenommen, den Betrieb zu verlassen. Für das laufende Jahr zeigte sich Vetter zuversichtlich. “Wir sehen einen starken Jahresauftakt im operativen Geschäft”, sagte er. Er erwartet erneut schwarze Zahlen. Die LBBW musste aufgrund der Milliardenverluste im Zuge der Finanzkrise von ihren Gesellschaftern – Land, Stadt Stuttgart und Sparkassen – mit einer Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro stabilisiert werden. Die Europäische Union machte eine Restrukturierung der Landesbank zur Bedingung für die Genehmigung der Hilfen. dapd |
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