15:08 | 23.03.2009
Linke in Opel-Ländern fordert Staatsbeteiligung an Autobauer
Mainz (ddp-rps). Die Linkspartei in den vier Bundesländern mit
Opel-Standorten fordert die betroffenen Landesregierungen zu
Verhandlungen über eine staatliche Beteiligung an dem Autobauer auf.
Die Regierungen sollten in Verhandlungen treten, um eine Kaufvariante
zur Herauslösung der deutschen Opelwerke aus dem General
Motors-Konzern zu erarbeiten und vorzulegen, heißt es in einer am
Montag verbreiteten gemeinsamen Erklärung der Linken-Landesverbände
von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Nordrhein-Westfalen.
Konkret fordern die Linken die Gründung eines Konsortiums durch
die vier Bundesländer mit dem Ziel, Beteiligungen bei Opel
einzubringen und so mindestens eine Sperrminorität im Unternehmen zu
erlangen. Die «Marke Opel» müsse in ein «Unternehmen Opel» als
Aktiengesellschaft oder GmbH umgewandelt werden, an dem die vier
Bundesländer «eigentumsrechtlich beteiligt» seien. Dies müsse die
Voraussetzung auch für eine europäische Lösung sein.
Oberstes Ziel müsse es dabei sein, «jeden einzelnen Arbeitsplatz
bei Opel zu sichern», heißt es in der Erklärung weiter. Zugleich
lehnen die Linkspartei-Landesverbände die Reduzierung von Löhnen oder
Sozialleistungen und die Verlängerung von Arbeitszeiten zum Zweck der
Sanierung des Unternehmens ebenso ab wie Entlassungen.
(ddp)
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