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14:18 | 29.09.2010
Medigene streicht jede zweite Stelle
Martinsried (dapd). Das Biotechnologieunternehmen Medigene will sich nach dem Erreichen wichtiger Meilensteine in der Krebsforschung von der Hälfte seiner Belegschaft trennen. Um schneller profitabel zu werden, sollen 52 der insgesamt 107 Stellen gestrichen werden, teilte der TecDAX-Konzern am Mittwoch mit. Dadurch sollen die Kosten um mindestens fünf Millionen Euro im Jahr sinken. In der Bilanz 2010 schlage sich der Stellenabbau mit einer Belastung von etwa einer Million Euro nieder. Mit der “niedrigeren Kostenbasis” könnte das Unternehmen bereits im kommenden Jahr profitabel sein, sagte Finanzvorstand Arnd Christ. Das Unternehmen strebe “jedoch an, organisch und durch strategische Zukäufe zu wachsen”. Die Stellen sollen vor allem in jenen Bereichen abgebaut werden, die an der klinischen Phase-II-Studie zum Medikamentenkandidaten “EndoTAG-1″ in den Indikationen Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs und an der Umstellung des Herstellungsprozesses von EndoTAG beteiligt waren. Für die Phase-III-Studie zu EndoTAG sucht der Konzern nach einem Partner, der die Kosten übernimmt. Mehrere Interessenten führten dazu bereits sogenannte Sorgfaltsprüfungen durch. Im August hatte der Vorstandsvorsitzende Frank Mathias den Start der nächsten klinischen Phase für das erste Halbjahr 2011 in Aussicht gestellt. Nach dem massiven Stellenabbau soll die Hauptversammlung im Frühjahr 2011 auch über eine Verkleinerung des Aufsichtsrats entscheiden. dapd |
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