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Nach Tarifkompromiss
Berlin (ddp-bln). Nach der Zustimmung der Gewerkschaften zum
Tarifkompromiss für den öffentlichen Dienst Berlins hat der Deutsche
Gewerkschaftsbund (DGB) seine Forderungen für die 73 000 Beamten und
42 000 sogenannten Versorgungsempfänger vorgelegt. «Wir fordern einen
Stufenplan, um schrittweise das Niveau der Bundesbeamten zu
erreichen», sagte am Donnerstag DGB-Landeschefin Doro Zinke.
«Wie soll ich unseren Landesbeamten erklären, warum sie für die
gleiche Arbeit in der gleichen Stadt zwischen 7 und 14 Prozent
weniger verdienen als ihre Kolleginnen und Kollegen beim Bund?» Die
36-jährige Sachbearbeiterin aus dem Wohnungsamt zahle im Supermarkt
das Gleiche wie der Kollege aus dem Bundesministerium, sagte Zinke.
Als Verheiratete mit Kind verdiene sie in der Besoldungsgruppe A 8
aber monatlich 220 Euro brutto weniger. Dies entspreche einer
Differenz von 8,3 Prozent.
Der Stufenplan des DGB sieht den Angaben zufolge ab sofort
monatlich 65 Euro mehr für die Beamten vor. Ab August 2011 sollen sie
97 Prozent der Bundesbesoldung erhalten. Dadurch würden sie mit den
Tarifbeschäftigten gleichziehen, die seit Juni vergangenen Jahres 65
Euro mehr verdienen und deren Entgelte ab Herbst nächsten Jahres
ebenfalls auf 97 Prozent der bundesweit einheitlichen Beträge der
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) steigen werden.
Seit der Föderalismusreform gibt es keine bundesweit einheitliche
Besoldungstabelle mehr. Der DGB sieht nach Darstellung Zinkes daher
im Bund die einzig sinnvolle Vergleichsgröße.
Die Gewerkschaften hatten in der vergangenen Woche nach einer
Mitgliederbefragung dem Tarifkompromiss zugestimmt. Er sieht unter
anderem eine Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent ab August 2011 und eine
Einkommensangleichung an das Bundesniveau für 2017 vor.
(ddp)
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