12:41 | 05.10.2008
Nord-Metaller fordern acht Prozent mehr Geld
Hamburg (ddp). Die Tarifverhandlungen für die Metall- und
Elektrobranche starten am Montag auch im Gewerkschaftsbezirk Küste.
Die IG Metall will in den Gesprächen in Hamburg für die etwa 150 000
Beschäftigten der norddeutschen Betriebe acht Prozent mehr Geld
fordern.
Die Gewinne in den Betrieben seien explodiert und die
Umsatzrenditen die höchsten seit Jahrzehnten, sagte die
Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau, in der
vergangenen Woche in Hamburg. Für Löhne und Gehälter werde zurzeit
aber so wenig wie noch nie aufgewendet. Die Arbeitgeber erklärten,
die Gewerkschaft schüre mit ihrer Forderung zu hohe Erwartungen. Das
sei angesichts der nachlassenden Konjunktur unverantwortlich.
Die bundesweit erste Tarifrunde in der Metall- und
Elektroindustrie war am Donnerstag in Darmstadt nach knapp
zweistündiger Verhandlung ohne Annäherung zu Ende gegangen. Die
Forderung der Gewerkschaft nach acht Prozent mehr Geld für die rund
430 000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sei
mit der derzeitigen Konjunkturentwicklung nicht vereinbar, sagte der
Arbeitgeber-Verhandlungsführer Eduard Kulenkamp.
Die IG Metall drängt auf ein schnelles Ergebnis in der Tarifrunde
für die insgesamt 3,5 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall-
und Elektroindustrie und strebt laut Gewerkschaftschef Berthold Huber
im Oktober einen Abschluss an. Für Anfang November hat die IG Metall
bereits Warnstreiks angekündigt, sollte kein Ergebnis vorliegen.
(ddp)
|