17:17 | 22.06.2009
NRW will die Einführung von Elektroautos forcieren
Köln (ddp-nrw). Nordrhein-Westfalen will die Einführung von
Elektroautos forcieren. Darin sehe er eine große Chance für NRW,
sagte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Montag in Köln. Er
verwies darauf, dass Elektroautos nach Einschätzungen von Experten ab
2015 zunehmend zum Straßenalltag in Deutschland gehören werden. Um
diese Entwicklung voranzutreiben, werde es in einem ersten Schritt
Modellregionen in NRW geben. «Wir stellen 60 Millionen Euro bereit,
um Forschung und Entwicklung voranzutreiben», kündigte der
Ministerpräsident an.. So solle der Einsatz von Elektrofahrzeugen
großflächig ermöglicht werden. Bis zum Jahr 2020 sollen dann 250 000
Elektrofahrzeuge auf den Straßen des Landes rollen.
Bereits in diesem Sommer würden in Mülheim, Essen und Dortmund
erste Ladestationen aufgebaut, Aachen und Münster spielten als
Forschungsstandorte eine Schlüsselrolle. «Unsere Autobauer Opel und
Ford, die Energiekonzerne RWE und BP, Stadtwerke und Verkehrsbund
Rhein-Ruhr ziehen hier an einem Strang», so Rüttgers. Das gemeinsame
Ziel sei es, Nordrhein-Westfalen zur ersten großräumigen Modellregion
für Elektroautos in Europa zu machen.
Der Ministerpräsident äußerte sich bei der Eröffnung des neuen
Prüfzentrums für Solarmodule des TÜV Rheinland. Investitionen in
hochmoderne Prüfanlagen für erneuerbare Energien seien wichtig für
den Klimaschutz, sagte Rüttgers. «Unser Kompass ist klar: Wir wollen
mehr Wachstum und weniger CO2-Emissionen. Bis 2020 wollen wir die
CO2-Emissionen Nordrhein-Westfalens um 81 Millionen Tonnen reduzieren
- das sind rund 44 Prozent des Einsparvolumens, das die
Bundesregierung anstrebt», so der NRW-Regierungschef.
(ddp)
|