12:21 | 25.01.2009
Optimistische Autobauer
Berlin (ddp). Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat auf
Grundlage des zweiten Konjunkturpakets seine Absatzprognose für das
laufende Jahr nach oben korrigiert. «Wenn die Regierung jetzt alles
das, was sie auf den Weg gebracht hat, gesetzgeberisch auch
durchsetzt, haben wir die Chance, die Drei-Millionen-Grenze zu
knacken», sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann dem «Tagesspiegel»
(Montagausgabe). Der Verband korrigierte damit seine Prognose für
2009 nach oben. Im Dezember hatte er noch einen Absatz von maximal
2,9 Millionen Autos für 2009 vorausgesagt. 2008 hatten die deutschen
Hersteller 3,09 Millionen Autos in Deutschland abgesetzt, 1,9 Prozent
weniger als im Vorjahr.
Wissmann zeigte sich sehr zufrieden mit den Maßnahmen der
Regierung. Die Veränderung beim Kurzarbeitergeld, die Senkung des
Krankenversicherungsbeitrags, die Förderung alternativer Antriebe,
die Umweltprämie sowie die Neuordnung der Kfz-Steuer könnten helfen,
«damit eine für Deutschland lebenswichtige Industrie nicht in die
Knie geht», sagte der VDA-Präsident. Viele Verbraucher hätten mit dem
Autokauf gewartet. «Jetzt sind die Rahmenbedingungen klar. Was ich
derzeit aus den Autohäusern fast aller Marken höre, zeigt ein
massives Interesse», sagte er.
Kritik an der geplanten CO2-basierten Kfz-Steuer, die
hubraumstarke Fahrzeuge begünstigen soll, wies Wissmann zurück: «Die
größten Profiteure sind die Kleinfahrzeuge, so viel ist sicher.» Er
lehne eine «Privilegierung nach oben ebenso ab wie eine Bestrafung».
Beim Gesetzentwurf der Regierung sei der Feinschliff aber noch nicht
gemacht. «Ganz wichtig ist, dass die große Koalition die Diskussion
um die Ausgestaltung der Kfz-Steuer jetzt zügig beendet, damit der
Verbraucher Klarheit hat», sagte Wissmann.
(ddp)
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