WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

18:02 | 23.10.2008
Parteien fordern erneut Erhalt des Telekom-Callcenters Saarbrücken

Saarbrücken (ddp-rps). In einer parteiübergreifenden Resolution
haben sich alle Landtagsfraktionen am Donnerstag erneut für die
Sicherung des Callcenter-Standortes Saarland ausgesprochen. In dem
Papier fordern CDU, SPD, FDP und Grüne den Telekom-Vorstand auf, sein
Callcenter-Konzept «unverzüglich zu überprüfen und baldmöglichst in
konstruktive Gespräche mit dem Saarland einzutreten».

Es müsse verhindert werden, dass 220 Beschäftigte im Saarland
durch betriebswirtschaftlich unsinnige Umstrukturierungen und
unzumutbar lange Arbeitswege aus dem Unternehmen gedrängt würden,
heißt es in der Resolution. Die Fraktionen fordern deshalb, dass
Vertreter des Vorstands der Deutschen Telekom im Wirtschaftsausschuss
des Landtags die genauen Planungen des Unternehmens zu den
Callcentern darlegen. Zugleich wird das Unternehmen aufgefordert,
Möglichkeiten zum Erhalt der aktuell bedrohten Arbeitsplätze am
Standort Saarbrücken zu prüfen.

Bereits im August hatten sich alle Fraktionen sowie die
Landesregierung für den Erhalt des Standortes eingesetzt. Ein
Spitzentreffen von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) mit dem
Telekom-Vorstand war damals ohne Ergebnis geblieben.

Nach den Telekom-Plänen soll die Zahl der Service-Center-Standorte
von 63 auf 24 reduziert werden, darunter auch Saarbrücken als
einziger Standort im Saarland mit 220 Beschäftigten. Im benachbarten
Rheinland-Pfalz werden drei von fünf Standorten geschlossen. Dort war
erst in dieser Woche bekannt geworden, dass die Telekom von ihren
ursprünglichen Schließungsplänen auch für den Standort Trier
abgerückt ist.

(ddp)


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