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20:58 | 06.02.2012
Photovoltaik-Konzern Roth + Rau baut Stellen in Sachsen ab
Hohenstein-Ernstthal (dapd-lsc). Die Krise der Photovoltaik-Branche hat nun auch den sächsischen Hersteller Roth + Rau erreicht. Wie das börsennotierte Unternehmen am Montagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, ist im vergangenen Jahr der Umsatz von 285 Millionen auf 208 Millionen Euro eingebrochen und der Auftragseingang nahezu zum Erliegen gekommen. Als Auslöser für die schlechte Bilanz nannte Vorstandsvorsitzender Peter Wagner die schwierigen Marktbedingungen für die Solarbranche sowie “Unsicherheiten im politischen Umfeld” von Partnerunternehmen im asiatischen Raum. Jede siebte Stelle fällt weg Als Reaktion darauf kündigte der TecDAX-Konzern ein umfassendes Sparprogramm mit Stellenstreichungen und dem Verkauf unrentabler Tochtergesellschaften an. Von den 420 Beschäftigten am Standort in Hohenstein-Ernstthal erhielten 60 Mitarbeiter ein Abfindungsangebot. Zudem wird die seit Wochen geltende Kurzarbeit fortgesetzt. Gleichwohl betonte Wagner, dass das Unternehmen auch für die Zukunft plane. “Die derzeitige Lage klingt dramatisch und grausam, birgt aber eine große Chance für die Branche”, sagte der Vorstandschef. So habe der derzeitige Preisverfall zur Folge, dass Solarmodule in Zukunft preisgünstiger würden und ein neuer Verkaufsboom bevor stehe. “Und wenn die nächste Welle kommt, werden wir mit neuen Technologien und einem starken Produktportfolio dabei sein”, sagte Wagner. Für 2012 erwartet das Unternehmen allerdings noch keine spürbare Entspannung der Lage. dapd |
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