11:48 | 20.03.2008
PIN finanzierte offenbar Gewerkschaft der Post-Konkurrenten
Köln/Hamburg (ddp-nrw). Die erst im Herbst vergangenen Jahres
gegründete Gewerkschaft der Neuen Brief und Zustelldienste (GNBZ) ist
offenbar zu einem großen Teil von dem inzwischen insolventen
Deutsche-Post-Konkurrenten PIN finanziert worden. Der
PIN-Insolvenzverwalter Bruno Kübler übergab der Kölner
Staatsanwaltschaft entsprechende Unterlagen, wie er am Donnerstag in
Köln mitteilte. Diese lägen den Verdacht nahe, dass der damalige
PIN-Vorstandsvorsitzende Günter Thiel die Gewerkschaft finanziert
hat.
«Es liegen Unterlagen vor, nach denen bis zum 10. Dezember 2007
Zahlungen von der PIN-Holding in Höhe von 133 526,69 Euro über einen
Umweg an die GNBZ geflossen sind», sagte Kübler. Eine entsprechende
Rechnung liege einer größeren Kölner Beratungskanzlei vor. Im Zuge
der Überprüfung sei klar geworden, dass der Kanzlei über diese
Rechnung die Beträge erstattet wurden, die diese zur Finanzierung der
GNBZ und deren Vorsitzenden gezahlt hatte – und zwar nach Aussagen
der Kanzlei im ausdrücklichen Auftrag des damaligen
Vorstandsvorsitzenden Thiel.
Kübler bestätigte damit einen entsprechenden Vorabbericht des
Hamburger Nachrichtenmagazins «Der Spiegel».
(ddp)
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