16:10 | 09.07.2009
Premiere-Hauptversammlung stimmt Umbenennung in Sky Deutschland zu
München (ddp). Der Bezahlfernsehsender Premiere darf sich in Sky
Deutschland AG umbenennen. Das beschlossen die Aktionäre am
Donnerstag auf der Hauptversammlung des Unternehmens in München mit
99,8 prozentiger Mehrheit. Der Namenswechsel soll in den kommenden
Wochen, spätestens aber zum 1. Dezember vollzogen werden. Die große
Mehrheit stimmten die Anteilseigner zudem einem neuen genehmigten
Kapital zu. Darüber hinaus wurde auf der Hauptversammlung der neue
Vorstand gewählt. Laut Premiere-Chef Mark Williams werde mit der
Umbenennung «ein klares Signal» gesetzt, «dass alles besser geworden
ist und noch besser werden wird».
Darüber hinaus gaben Sprecher von Premiere und Deutscher Telekom
bekannt, dass der Sender den Vertrag mit der Telekom über die
Belieferung von Sendeinhalten beendet. Der Bonner Konzern bietet
unter der Marke T-Entertain Fernsehen über das Internet (IPTV) an.
Die Anzahl der Abonnenten liegt den Angaben zufolge derzeit bei 700
000. Bislang lieferte Premiere hierfür die Inhalte, hauptsächlich
TV-Serien und Sportprogramme. Beide Unternehmen seien im jedoch im
Gespräch, hieß es.
Bereits am Mittwoch hatte Williams der Nachrichtenagentur Dow
Jones Newswires erklärt, durch das jüngst eingeführte Programmangebot
unter dem Namen Sky keine höhere Zahl von Kündigungen zu erwarten.
Sky ist seit 4. Juli empfangbar. Durch die neue Angebotsstruktur wird
mit den Fußball-Fans eine der wichtigsten Kundengruppen stärker zur
Kasse gebeten. Durch die Koppelung an das Grundangebot verteuere sich
das Bundesliga-Paket von ursprünglich 19,99 Euro auf 32,90 Euro.
Zugleich bekräftigte Williams, dass Premiere ab 2011 einen
Nettogewinn erwirtschaften soll. Das zweite Quartal des laufenden
Geschäftsjahres sei im gemäß den internen Planungen verlaufen. Die
Zahl der direkten Abonnenten dürfte nach Einschätzung von Williams im
zweiten Quartal gegenüber dem ersten Jahresviertel nahezu unverändert
geblieben sein.
(ddp)
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