WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

11:28 | 05.03.2008
Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug steht offenbar vor dem Verkauf

Rendsburg (ddp-nrd). Deutschlands größter Stahlkonzern
ThyssenKrupp hat offenbar mehrere Interessenten für seine defizitäre
Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug gefunden. Nach Informationen
des Radiosenders NDR Info soll der Aufsichtsrat der Konzern-Tochter
ThyssenKrupp Marine Systems am Freitag über einen Verkauf der auf
Luxus- und Superjachten spezialisierten Werft beraten.

Der Konzern hat laut NDR Info aus dem Kreis der Kaufinteressenten
bereits einen bevorzugten Bieter für die Nobiskrug-Werft ausgesucht.
Die IG Metall fordert dem NDR zufolge offenbar noch Sicherheiten für
die Belegschaft. Ein Gewerkschaftsvertreter sagte, es sei daher noch
unklar, ob die Arbeitnehmervertreter den Verkaufsplänen zustimmten.
Der ThyssenKrupp-Konzern wollte sich bisher nicht zu dem Bericht des
NDR äußern.

Die Rendsburger Werft beschäftigt rund 400 Mitarbeiter.
Medienberichten aus dem vergangenen Jahr zufolge soll die Werft
innerhalb von zwei Jahren Defizite in Höhe von rund 50 Millionen
angehäuft haben.

(ddp)


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