10:28 | 26.03.2009
Rheinland-Pfalz zu Beteiligung an Opel bereit
Mainz (ddp-rps). Die rheinland-pfälzische Landesregierung ist zur
Rettung von Opel auch zu einer direkten Beteiligung des Landes an dem
Autobauer bereit. Bislang sei zwar in der öffentlichen Diskussion in
erster Linie von staatlichen Bürgschaften zur Absicherung eventueller
privater Investoren die Rede, sagte Wirtschaftsminister Hendrik
Hering (SPD) am Donnerstag in der Fragestunde des Mainzer Landtags.
«Ich kann mir aber auch eine temporäre Beteiligung des Bundes oder
der Bundesländer vorstellen, wenn dies nötig ist, um die Zukunft von
Opel zu sichern», betonte Hering
Wichtigste Voraussetzung für eine solche Beteiligung sei ein
«tragfähiges Zukunftskonzept» für Opel in Europa, sagte der Minister.
Ein solches Konzept müsse sicherstellen, dass Opel so klar vom
übrigen General-Motors-Konzern abgeschottet sei, so dass keine
staatlichen Gelder in dem US-Konzern verschwinden. Zum anderen müsse
klar sein, dass Opel auch weiterhin Zugriff auf alle Patente habe.
Überdies müsse Opel Europa künftig auch solche Märkte beliefern
dürfen, die im Konzern bislang GM vorbehalten waren.
Wichtig für eine europäische Lösung sei überdies, wie die vom
Unternehmen geforderten Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro auf die
einzelnen Werke in Europa verteilt werden. Grundsätzlich halte er
aber eine europäische Lösung, bei der GM als Minderheitseigner mit im
Boot bleibe, für möglich.
Der Minister verwies auf die Bedeutung von Opel für den
Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Neben den 3400 Beschäftigten der
beiden Opel-Werke in Kaiserslautern seien auch im Stammwerk in
Rüsselsheim rund 4000 Pendler aus Rheinland-Pfalz beschäftigt. Zudem
würde ein Ausfall von Opel in Rheinland-Pfalz zahlreiche «namhafte
Unternehmen» aus dem Zulieferbereich «in existenzielle
Schwierigkeiten bringen», sagte Hering.
(ddp)
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