12:19 | 04.06.2009
Rückgang der Firmengründungen hat sich verlangsamt
Frankfurt/Main (ddp). Im vergangenen Jahr hat sich in Deutschland
der Rückgang bei den Firmengründungen deutlich abgeschwächt.
Insgesamt meldeten 797 000 Personen ein Gewerbe an, wie aus dem am
Donnerstag in Frankfurt am Main vorgestellten Gründungsmonitor der
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hervorgeht. Gegenüber 2007
entspricht dies einem Rückgang von sieben Prozent. Im Jahr zuvor
hätten noch 21 Prozent weniger den Schritt in die Selbstständigkeit
gewagt.
In 331 000 Fällen entschieden sich die Firmengründer für einen
Vollerwerb, rund fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zugleich sank
den Angaben zufolge die Zahl der Nebenerwerbsgründungen um 14 Prozent
auf 466 000.
Rund jeder fünfte Unternehmensgründer sei zuvor arbeitslos
gewesen. Für das laufende und das kommende Jahr rechnet die KfW mit
einem Anstieg der «Gründungen aus der Arbeitslosigkeit». Wegen der
Belastungen aus der Wirtschaftskrise werde es jedoch keinen
Gründungsboom wie 2003 und 2004 geben.
Wie die KfW weiter mitteilte, ist rund ein Viertel der Unternehmen
nach drei Jahren nicht mehr am Markt. Rund drei Viertel der Gründer
stellten vorerst keine Mitarbeiter ein. Knapp 86 Prozent der neuen
Unternehmer würden im Dienstleistungssektor beginnen.
Der Anteil der innovativen Gründungen beläuft sich den Angaben
zufolge auf 15 Prozent. Gerade diese seien jedoch zur Überwindung der
Krise erforderlich, hieß es. Jedoch sinke dieser Anteil zusammen mit
den insgesamt rückläufigen Firmengründungen weiter.
Schwerpunktthema des KfW-Gründungsmonitors ist den Angaben zufolge
die Finanzierung. Demnach hätten 71 Prozent der neuen Selbstständigen
finanziellen Mittelbedarf. Rund zwei Drittel von ihnen griffen dabei
auf eigene Reserven zurück. Knapp drei Viertel der externen
Finanzierungen bewegten sich im sogenannten Mikrofinanzbereich von
weniger als 25 000 Euro.
(ddp)
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