WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

13:31 | 01.02.2008
Rürup und Sinn befürworten Konjunkturprogramm

Hamburg (ddp). Die Ökonomen Bert Rürup und Hans-Werner Sinn
plädieren einem Medienbericht zufolge im Fall einer drohenden
Rezession für ein Konjunkturprogramm. Er befürworte niedrigere
Abgaben, falls die Konjunktur einbricht, sagte der Vorsitzende der
«Wirtschaftsweisen» Rürup dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Die
Lohnnebenkosten müssten gesenkt werden, beispielsweise die «Beiträge
zur Sozialversicherung». «Dadurch würden besonders die niedrigen und
mittleren Arbeitseinkommen entlastet», ergänzte Rürup.

Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts Sinn erklärte dem
Magazin, dass im Fall einer Rezession die Steuern gesenkt werden
müssten. Niedrige Steuern hätten den Vorteil, dass sie «auf breiter
Front wirken». Zusätzlich sollten die Abschreibungsmöglichkeiten für
Unternehmen verbessert werden. Diese Entlastungen könnten Sinn
zufolge «über Kredite finanziert werden». Spielraum für neue Schulden
sei vorhanden, schließlich habe Deutschland im vergangenen Jahr einen
ausgeglichenen Haushalt vorgelegt.

Unterdessen erhielt der Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister
Michael Glos (CSU), Steuern bei einer Rezession herabzusetzen,
Zustimmung. «Das würde mit Sicherheit zu einem Maßnahmenmix gehören»,
sagte der SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler.

(ddp)


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