WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

14:01 | 16.12.2008
Sachsen beschließt Rettungspaket für Chiphersteller Qimonda

Dresden (ddp). Das sächsische Kabinett hat am Dienstag ein
Rettungspaket für den angeschlagenen Chiphersteller Qimonda
beschlossen. Sachsen sei bereit, die Qimonda AG mit einem Darlehen
von 150 Millionen Euro zu unterstützen, teilten Wirtschaftsminister
Thomas Jurk (SPD) und Finanzminister Georg Unland (parteilos) nach
einer Kabinettssitzung in Dresden mit. Bedingung sei allerdings, dass
sich die Muttergesellschaft Infineon AG ebenfalls mit 150 Millionen
Euro beteilige und zu ihrem Tochterunternehmen stehe.

Qimonda gehört zu 77,5 Prozent dem Konzern Infineon. Mitte Oktober
hatte die Tochterfirma angekündigt, knapp 1000 der 3000 Stellen am
Standort Dresden abzubauen. Sachsen hatte die Hilfe für Qimonda davon
abhängig gemacht, dass auch Infineon einen Beitrag zur Rettung
leistet. Zuletzt war in Medienberichten allerdings lediglich von 50
Millionen Euro die Rede, die Infineon zur Rettung von Qimonda
beisteuern wollte.

Sachsen verlangt zudem, dass die Qimonda AG für den Standort
Dresden eine Bestandsgarantie abgibt und weitere Investitionen
vornimmt. Das Darlehen des Freistaats muss den Angaben zufolge
zunächst von der EU-Kommission genehmigt werden.

(ddp)


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