16:42 | 17.03.2009
Sachsenring-Besucher geben jährlich 17 Millionen Euro in Region aus
Zwickau (ddp-lsc). Das Motorsportzentrum Sachsenring hat sich
einer Studie zufolge zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die
Region entwickelt. Allein während des Motorrad-Grand Prix 2008 hätten
Besucher und professionelle Gäste 23,5 Millionen Euro ausgegeben,
geht aus der am Dienstag in Zwickau vorgestellten Studie hervor. Dies
sei eine Steigerung auf mehr als das Doppelte im Vergleich zu 1999.
Davon verblieben etwa 17,5 Millionen Euro in der Region.
Seit 1995 seien in das Verkehrssicherheitszentrum am Sachsenring
und die Rennstrecke etwa 46 Millionen Euro investiert worden. Dem
stehe ein ökonomischer Gesamteffekt von mehr als 200 Millionen Euro
gegenüber. «Das zeigt, dass sich die Investitionen gelohnt haben»,
sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau
GmbH, Matthias Merz. Die Gesellschaft hatte die Untersuchung beim
Beratungsunternehmen RKW Sachsen in Auftrag gegeben.
In Zukunft sollte nach Auffassung des RKW insbesondere die
Vermarktung des Sachsenrings verbessert werden. Beispielsweise
könnten Besucher der Grand-Prix-Rennen durch touristische
Angebotspakete länger in der Region gehalten werden. Außerdem würden
durch mehr stationäre Tribünen die Kosten für das Hauptereignis des
Jahres gesenkt. Derzeit müssten für mobile Zuschauerplätze mehrere
hunderttausend Euro ausgegeben werden.
Aus dem Umfeld der Mannschaften und von zahlungskräftigen
ausländischen Gästen wurde laut RKW das Fehlen von Spitzenhotels in
der Region bemängelt. Derartige Investitionen stünden nicht im
Verhältnis zur Auslastung an einem Wochenende im Jahr, sagte Merz.
Die Ausrichtung des Motorrad-Grand Prix auf dem Sachsenring durch
den ADAC Sachsen ist bis 2011 vertraglich gesichert. Im Jahr 2007 kam
dabei die Rekordzahl von fast 227 000 Zuschauern. 2008 waren es rund
221 000 Besucher. Für das diesjährige Rennwochenende vom 17. bis 19.
Juli wurden bislang rund 110 000 Tickets verkauft.
(ddp)
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