WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN |
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14:37 | 12.05.2010
\”Schlechtem Geld kein gutes Geld nachwerfen\”
Düsseldorf (ddp\.djn). Im Zusammenhang mit der Beinahe-Pleite der Mittelstandsbank IKB im Jahr 2007 hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann das Verhalten seines Kreditinstituts verteidigt. Ackermann sagte als Zeuge am Mittwoch im Prozess gegen den früheren IKB-Chef Stefan Ortseifen, die Deutsche Bank habe ihre Kreditlinien Ende Juli 2007 zur IKB gekappt, weil die IKB bereits in einer deutlichen Schieflage gewesen sei. Man habe nicht «schlechtem Geld gutes Geld nachwerfen» wollen, sagte Ackermann vor dem Landgericht Düsseldorf. Ortseifen hatte in seinen Einlassungen vor Gericht das Verhalten der Deutschen Bank für den Beinahe-Zusammenbruch der IKB verantwortlich gemacht und selbst jede Verantwortung zurückgewiesen. Ortseifen steht seit März wegen des Verdachts der Börsenmanipulation vor Gericht, weil er in einer Pressemitteilung eine Woche vor dem Beinahe-Zusammenbruch der Bank am 27. Juli 2007 das Engagement der IKB in zweitklassige US-Hypothekenanlagen schöngeredet haben soll. Ackermann sagte, die IKB habe auf mehrfache Anfrage der Deutschen Bank keine zufriedenstellenden Angaben über den Wert ihres Investments in der Zweckgesellschaft Rhineland Capital Funding erhalten, in der sich die kritischen US-Hypothekenanleihen befanden. Daraufhin habe die Deutsche Bank auf Grundlage einer Analyse der kritischen Marktsituation im Juli 2007 eine eigene Schätzung unternommen. Darin habe sich gezeigt, dass die meisten Portfolios in der Zweckgesellschaft zum Teil auf bis 60 Prozent abgestürzt waren. Daraufhin habe die Deutsche Bank ihre Kreditlinie zur IKB gekappt, weil sie ein Fortbestehen nicht gegenüber ihren eigenen Aktionären hätte rechtfertigen können, führte Ackermann aus. ddp |
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