WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

2:39 | 10.10.2008
SPD-Linke fordert eine Transaktionssteuer

Düsseldorf (ddp). Die SPD-Linke will mit weitreichenden
Regulierungen und neuen Steuern auf die Krise auf den Finanzmärkten
reagieren. Nach einem Vorabbericht der Düsseldorfer «Rheinischen
Post» (Freitagausgabe) schlagen die Mitglieder der Parlamentarischen
Linken in der SPD-Bundestagsfraktion sowie dem Verein Forum
Demokratische Linke 21 in einem gemeinsamen Aufruf die Einführung
einer europaweiten Transaktionssteuer auf Börsengeschäfte vor.
Vorbild sei die Börsenumsatzsteuer in Großbritannien und in den USA.

Die Einnahmen sollten für ein Zukunftsinvestitionsprogramm in
zweistelliger Milliardenhöhe ausgegeben werden, schrieb die Zeitung.
Außerdem setzen sich die linken Sozialdemokraten für eine
europäische, staatlich gelenkte Ratingagentur und eine europäische
Bankenaufsicht ein. Wetten auf Kursbewegungen – sogenannte
Leerverkäufe – sollten verboten werden, Manager künftig mit ihrem
Privatvermögen haften. Ein entsprechendes Strategiepapier mit dem
Titel «Neue Ordnung auf den Finanzmärkten» solle am Freitag
vorgestellt und auf dem Herbstkonvent der Demokratischen Linken 21 am
kommenden Sonntag diskutiert werden.

(ddp)


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