WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

17:54 | 22.10.2008
Studie: Arbeitslose Hartz-IV-Bezieher sind unzureichend qualifiziert

Berlin (ddp.djn). Arbeitslose Hartz-IV-Empfänger sind laut einer
Umfrage nicht arbeitsunwilliger sondern schlechter qualifiziert als
Arbeitslosengeld-I-Empfänger. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte
Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin
auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) ergab, hat jeder fünfte
Hartz-IV-Arbeitslose keinen Hauptschulabschluss und jeder dritte
keine Berufsausbildung. Im Vergleich dazu habe unter den übrigen
Arbeitslosen nur jeder fünfzehnte keinen Schulabschluss und jeder
sechste keine Berufsausbildung.

Aufgrund der gegenläufigen Beschäftigungsentwicklung bei
Hartz-IV-Empfängern und den übrigen Arbeitslosen stellt die Gruppe
der Hartz- IV-Arbeitslosen inzwischen bundesweit bereits mehr als 70
Prozent aller Arbeitslosen, so das DIW. In den Stadtstaaten liege
dieser Anteil oft noch darüber. «Ein hoher Anteil von
Hartz-IV-Arbeitslosen scheint ein Phänomen der großen Städte zu
sein», sagte DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke.

(ddp)


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