12:48 | 02.12.2009
Talanx findet nach Finanzkrise zu alter Ertragsstärke zurück
Hannover (ddp.djn). Gut ein Jahr nach dem Zusammenbruch von Lehman
Brothers hat der drittgrößte deutsche Versicherungskonzerns Talanx
(HDI-Gerling, Hannover Rück) zur alten Ertragsstärke zurückgefunden.
«Talanx ist im Ergebnis wieder auf dem Niveau des Jahres 2007
angekommen, und das war ein gutes Ergebnis», sagte
Vorstandsvorsitzender Herbert Haas am Dienstagabend in Hannover.
Die Talanx AG rechnet für das Gesamtjahr 2009 mit einem Anstieg
der Prämien von 19,0 Milliarden im Vorjahr auf 20,6 Milliarden Euro.
Dazu trägt besonders die Übernahme des
ING-Personenrückversicherungsportfolios durch die Tochter Hannover
Rück bei. Unter dem Strich wird ein Gewinnanstieg von 187 Millionen
auf 522 Millionen Euro erwartet.
Im September hatte der Konzern angekündigt, im
Erstversicherungsgeschäft seine Struktur an seine Kundengruppen
anzupassen. Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern gliedert
sich in die Ressorts Industriekunden sowie deutsche und ausländische
Privatkunden. Die bereits börsennotierte Tochter Hannover Rück bleibt
von der Neugliederung unberührt.
Die Talanx-Restrukturierung sei kein Arbeitsplatzabbauprogramm
sondern ein Wachstumsprogramm, sagte Haas. Die Standorte Köln, Hilden
und Hannover blieben erhalten. Die Auflösung der bisherigen Struktur
mit vier Zwischenholdings werde angesichts der Schwäche des
Inlandsgeschäfts aber voraussichtlich die Zahl der Stellen drücken.
«Wir fahren Sparkurs, weil die Kostenquoten nicht mehr
wettbewerbsfähig sind.»
An seinen Börsenplänen hält das Unternehmen fest. Haas sagte, der
richtige Zeitpunkt dazu sei aber erst gekommen, «sobald die Börsen
wieder aufnahmefreundlicher sind».
(ddp)
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