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11:02 | 09.09.2010
Tarifparteien verständigen sich häufig auf Einmalzahlungen
Wiesbaden (dapd). Die Tarifparteien in Deutschland haben sich bei den im ersten Halbjahr neu ausgehandelten Tarifverträgen zumeist auf Einmalzahlungen verständigt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, erhielten etwa Arbeitnehmer in der chemischen Industrie für den Zeitraum Mai 2010 bis März 2011 ausschließlich eine Einmalzahlung zwischen 550 und 715 Euro. Zudem gab es in Unternehmen, die nicht stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen waren, einen sogenannten Konjunkturbonus von 200 bis zu 260 Euro. Im Pilotabschluss in der Metallindustrie vereinbarten die Tarifpartner den Angaben zufolge für das laufende Jahr eine Pauschale von insgesamt 320 Euro sowie eine Tarifanhebung für 2011. Auch im Bankgewerbe und in der Kautschukindustrie wurden für das laufende Jahr Pauschalzahlungen und Tariferhöhungen für 2011 vereinbart. Prozentuale Entgelterhöhungen sind den Statistikern zufolge dagegen für das erste Halbjahr 2010 beispielsweise für den öffentlichen Dienst bei Bund und Gemeinden mit einem Plus von 1,2 Prozent ausgehandelt worden. Im Berliner Hotel- und Gaststättengewerbe ist die Bezahlung um 3,5 Prozent angehoben worden. Aus früheren Tarifverträgen ergeben sich zudem höhere Tarifverdienste im öffentlichen Dienst der Länder (1,2 Prozent), im Groß- und Außenhandel (1,5 Prozent), im Baugewerbe (2,3 Prozent für das frühere Bundesgebiet und 2,5 Prozent für die neuen Länder) und im Versicherungsgewerbe (2,5 Prozent). dapd |
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