18:24 | 05.03.2009
Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe ergebnislos vertagt
Wiesbaden (ddp). Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die
bundesweit rund 700 000 Beschäftigten des Bauhauptgewerbes sind
ergebnislos vertagt worden. Man werde am 26. März erneut
zusammenkommen, teilte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB)
am Donnerstagabend in Wiesbaden mit. Die Arbeitgeber, der
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der ZDB, hätten die
Forderung der IG BAU nach sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt
zurückgewiesen. Die Arbeitgeber wollen laut einer Sprecherin über
eine regionale Tarifstruktur verhandeln. Der aktuelle Tarifvertrag
läuft Ende März aus.
«Nur wenn unser schwächstes Mitglied den Tarifabschluss auch
mittragen kann, können wir zu einem Ergebnis kommen. Ich bin aber
zuversichtlich, dass uns dieses in den nächsten Verhandlungsrunden
gelingen wird», sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber und
ZDB-Vizepräsident Frank Dupré.
In der ersten Runde wurden vor allem die Vorstellungen zwischen
den Verhandlungspartnern thematisiert, sagte eine IG-BAU-Sprecherin.
Mit Blick auf die Forderungen nach Entgeltsteigerungen verwies sie
auf die seit drei Jahren anhaltende Erholung der Branche. Zudem falle
dem Baugewerbe in der weltweiten Wirtschaftskrise eine Sonderrolle
zu, da es von den staatlichen Konjunkturprogrammen profitieren werde.
(ddp)
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