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22:40 | 31.01.2011
Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Bahn und Lokführern gescheitert
Frankfurt/Main (dapd). Bei der Deutschen Bahn (DB) AG könnte es einen Arbeitskampf geben. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erklärte die Verhandlungen zum Flächentarifvertrag für Lokführer am Montagabend für gescheitert. “Die DB hat das völlig unzureichende Angebot, das wir schon im Dezember vergangenen Jahres abgelehnt haben, nicht wesentlich verbessert”, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Das Angebot der Bahn sei nur der Versuch, die GDL in den Bahn-Abschluss mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu zwingen. “Das hat schon 2007 nicht funktioniert und das funktioniert auch 2011 nicht”, sagte Weselsky. Die Bundestarifkommission der GDL werde am Donnerstag über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Bahn reagierte mit Unverständnis. “Das Verhalten der GDL ist unangemessen und willkürlich. Es entspricht absolut nicht den Verhandlungsfortschritten, die wir in den letzten Monaten erzielt haben”, kritisierte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber. Die Bahn habe fünf Prozent Gesamtvolumen inklusive einer zweistufigen Einkommenserhöhung plus diverser anderer Verbesserungen angeboten. Zudem habe die Bahn zugesagt, dass die Lokführer der Regio-Töchter künftig unter den DB-Tarifvertrag fallen. Auch habe die Bahn von Beginn an einen Bundes-Rahmentarifvertrag für alle Lokführer unterstützt. “Die GDL verweigert sich einem möglichen Abschluss”, sagte Weber. “Sie will uns offensichtlich in einen Arbeitskampf hineinziehen, um jeden Preis und ohne Anlass.” dapd |
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