9:38 | 19.02.2009
Thoben rechnet mit Sanierungskonzept für Opel-Werke
Berlin/Düsseldorf (ddp-nrw). Die nordrhein-westfälische
Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) erwartet, dass es
innerhalb der nächsten zwei Wochen ein Sanierungskonzept für die
Opel-Werke in Europa geben wird. Davon hänge die Entscheidung über
Staatshilfe für Opel ab, sagte Thoben am Donnerstag im
Deutschlandradio Kultur. Wenn der Staat überhaupt helfe, seien daran
«natürlich» Auflagen gebunden. Die deutschen Standorte müssten
gesichert sein und das Geld dürfe nicht zum Mutterkonzern General
Motors (GM) in die USA abfließen. «Da sind noch eine Reihe sehr
komplizierter Fragen zu beantworten», sagte die Ministerin.
Thoben begrüßte, dass GM noch keine Entscheidung über
Werksschließungen in Deutschland getroffen habe. Sie verwies darauf,
dass an den deutschen Standorten «sehr viele technische Entwicklungen
für Detroit» gemacht worden seien. «Deren Bedeutung für die
Fortentwicklung von Opel in Europa darf man nicht unterschätzen»,
sagte die CDU-Politikerin.
Kritik am Vorgehen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten
Jürgen Rüttgers (CDU) in der Opel-Frage wies Thoben zurück: «Wir
haben gar keine einsamen Gänge gemacht.» Man habe in der vergangenen
Woche mit allen beteiligten Ländern in Berlin zusammengesessen. «Dass
Rüttgers, wenn er eine Amerika-Reise plant, diese Gelegenheit nutzt,
um auch in Detroit zu sein, das halte ich nun für seine Pflicht»,
sagte Thoben.
Opel beschäftigt am Stammsitz im hessischen Rüsselsheim sowie in
Bochum, Eisenach (Thüringen) und Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) gut
25 000 Mitarbeiter.
(ddp)
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