11:45 | 09.02.2010
Thoben will Opel-Bürgschaftsantrag schnell prüfen
Düsseldorf/Bochum (ddp-nrw). Wirtschaftsministerin Christa Thoben
(CDU) will den neuen Bürgschaftsantrag zur Rettung des Autobauers
Opel rasch bearbeiten. «Wir werden diesen Antrag sehr konstruktiv,
sehr sorgfältig, aber auch so schnell wie möglich prüfen. Denn wir
wollen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Adam Opel GmbH
nach Monaten des Bangens und Hoffens endlich eine zukunftsfeste
Perspektive bekommen», sagte Thoben am Dienstag in Düsseldorf. Nach
ddp-Informationen müsste das Land bei einem Bürgschaftsgesamtvolumen
von 1,5 Milliarden Euro etwa zehn Prozent aufbringen.
«Der Standort Bochum hat mit der Qualität der dort produzierten
Autos, seinem Umfeld von Zulieferern und Forschern alle
Voraussetzungen für eine gute Zukunft», sagte Thoben. Sie hoffe,
«dass die Fachleute des Bundes und der Länder möglichst rasch mit der
Prüfung der eingereichten Unterlagen beginnen und die erforderlichen
Entscheidungen vorbereiten können».
Vor der geplatzten Opel-Übernahme durch den
österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna hatte sich das Land im
vergangenen Jahr bereits an Staatshilfen beteiligt.
Bund und Länder hatten damals für den Fall einer Opel-Übernahme
durch Magna gemeinsam einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,5
Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Der Opel-Mutterkonzern
General Motors (GM) hatte sich allerdings für ein Festhalten an Opel
entschieden. Allein in Bochum beschäftigt Opel rund 5000 Menschen.
Der NRW-Anteil an den versprochenen Staatshilfen für Opel war über
die NRW.Bank abgewickelt worden. Später wurde das Geld von GM wieder
zurückgezahlt.
(ddp)
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