16:37 | 23.04.2009
Umweltministerin Conrad befürwortet Anbau der Gen-Kartoffel von BASF
Mainz (ddp). Umweltministerin Margit Conrad (SPD) spricht sich für
den Versuchsanbau von Gen-Kartoffeln aus. Die gentechnisch veränderte
Kartoffelsorte Amflora des Chemiekonzerns BASF sei nicht vergleichbar
mit der verbotenen Genmais-Sorte MON 810, sagte die Ministerin am
Donnerstag in Mainz.
Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU),
prüft derzeit, ob Amflora angebaut werden kann. «Wir brauchen den
Versuchsanbau auch für weitere Erkenntnisse, um auf verlässlicher
Grundlage über Chancen und Risiken der Agrogentechnik in jedem
Einzelfall entscheiden zu können», sagte Conrad.
Es gebe bisher keinerlei Hinweise auf Gefahren, die von Amflora
ausgehen könnten. Kartoffeln hätten zudem ein anderes
Vermehrungsverhalten als Mais. Deshalb wäre ein Verbot für Amflora
der falsche Weg. «Frau Aigner darf sich als an Fakten gebundene
Ministerin nicht auf Wahlkampfparolen einlassen oder sie schadet
massiv dem Industriestandort Deutschland», sagte Conrad.
Die Genkartoffeln sollten zunächst unter höchsten
Sicherheitsmaßnahmen angebaut werden, erläuterte Conrad. Es werde
sichergestellt, dass die Gen-Knollen keine ungewollten Auswirkungen
auf die Umgebung hätten. Kommerziell würden die Kartoffeln erst dann
angebaut, wenn die EU die Genehmigung dafür erteilt habe.
(ddp)
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