2:48 | 14.04.2008
Umweltministerium sieht keine Stromlücke
Berlin (ddp). Der Parlamentarische Staatssekretär im
Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD), weist Warnungen vor
einem Versorgungsengpass beim Strom zurück. «Es gibt keine
Stromlücke. Es gibt eine Handlungslücke», sagte Müller der «Berliner
Zeitung» (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Stromsicherheit könne man
mit zwei Schritten sehr einfach erreichen.
«Zunächst muss im Strombereich neun Prozent Energie eingespart
werden – machbar ist bei Unternehmen eine Reduzierung von bis zu 30
Prozent», erläuterte Müller. Außerdem müsse der Anteil der
Kraft-Wärme-Koppelung an der Energiegewinnung deutlich erhöht werden.
Dadurch könnten Klimaschutz, Atomausstieg und Energiesicherheit
verbunden werden.
«Für die Energieunternehmen würde dies bedeuten, dass sie nicht
mehr auf die bequeme Methode setzen können, Energiepolitik mit dem
Bau neuer Kraftwerke gleichzusetzen», sagte Müller. Außerdem würden
sie dann nicht mehr so viel Geld verdienen wie jetzt mit dem
Weiterbetrieb bereits abgeschriebener Atomkraftwerke.
(ddp)
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