15:50 | 12.01.2009
Umweltverband BUND lehnt neue Erdgastrasse OPAL ab
Stralsund (ddp-nrd). Der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) lehnt den Bau der vom Energieversorger Wingas
geplanten Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) von Lubmin ins
sächsische Olbernhau ab. Seine Einwände gegen das Vorhaben werde der
Umweltverband am Mittwoch auf einer öffentlichen Anhörung des
Bergamtes Stralsund als Genehmigungsbehörde begründen, sagte
BUND-Sprecher Arndt Müller am Montag in Schwerin.
Nach Ansicht des BUND ist die 480 Kilometer lange Leitung
entbehrlich. Das Land Mecklenburg-Vorpommern habe bereits eine Trasse
für den Gastransport durch das Hamburger Unternehmen Concord Power
Nordal zwischen Lubmin und dem brandenburgischen Börnicke bei Berlin
genehmigt, sagte Müller. Diese Parallel-Leitung erfülle bereits den
gleichen Zweck wie die OPAL.
Darüber hinaus sei die Technologie der bei Lubmin vorgesehenen
Gasverdichterstation nicht mit den Klimaschutzvorgaben vereinbar,
weil jährlich rund 350 000 Tonnen Kohlendioxid zusätzlich anfallen
würden, kritisierte der Energieexperte. Nach Ansicht des BUND strebt
Wingas, ein Gemeinschaftsunternehmen der BASF-Tochter Wintershall und
des russischen Gazprom-Konzerns, mit der neuen Leitung zudem ein
Monopol auf die Weiterleitung des russischen Erdgases aus der
Ostseepipeline an. So sei eine Auskopplung von Seitensträngen für
regionale Gasanbieter nicht geplant.
(ddp)
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