12:15 | 18.03.2008
Wiedeking kritisiert Novellierung des VW-Gesetzes
Hamburg (ddp). Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sich vehement
gegen eine Erneuerung des umstrittenen VW-Gesetz ausgesprochen.
Gesetze dürften nicht gemacht werden, «um einem einzelnen Investor zu
schaden», schreibt Wiedeking in der Wochenzeitung «Die Zeit» laut
einer Vorabmeldung vom Dienstag. Es lasse sich «absolut nicht
nachvollziehen, weshalb ausgerechnet Porsche im Falle einer Übernahme
der Stimmrechtsmehrheit beim Volkswagen-Konzern in seinen
Eigentumsrechten und seiner unternehmerischen Entscheidungsfreiheit
eingeschränkt werden soll», schreibt Wiedeking.
Porsche habe sich an VW auch beteiligt, um den Konzern vor
Hedgefonds zu schützen und als starken industriellen Partner für
Porsche zu erhalten. Wiedeking räumt ein, dass das Land Niedersachsen
möglicherweise einen Vorteil davon habe, wenn es bei VW weiterhin
eine Sperrminorität von 20 Prozent der Aktienstimmrechte gebe. Der
Belegschaft nütze das aber nicht. Er beteuerte: «Auch wenn wir
unseren Anteil am VW-Konzern auf über 50 Prozent aufstocken sollten,
werden wir die bestehenden Arbeitnehmerrechte selbstverständlich ohne
Einschränkung respektieren.» Auf den Streit mit dem VW-Betriebsrat
ging Wiedeking nicht ein.
(ddp)
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