WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

8:49 | 25.03.2009
Wirtschaftskrise macht Siemens zu schaffen

München (ddp). Dem Münchener Technologiekonzern Siemens macht die
Wirtschafts- und Finanzmarktkrise immer mehr zu schaffen. Wegen des
Nachfrageeinbruchs im Industriegeschäft und der schwierigen Lage in
der Medizintechnik bereite der DAX-Konzern seine Anleger auf
unangenehme Nachrichten vor, berichtete das «Handelsblatt»
(Mittwochausgabe). Seit Januar sei das Umfeld noch einmal erheblich
schlechter geworden, sagte Siemens-Chef Peter Löscher. Auch Siemens
könne sich nicht der Krise entziehen: «Wir sind nicht immun.»

Dennoch warnte der Vorstandsvorsitzende vor Schwarzmalerei. Gut
laufe das Geschäft vor allem in der Energiesparte, wo der Konzern von
langfristigen Großaufträgen profitiere, erklärte er. Schwierig sei
dagegen das frühzyklische Geschäft, etwa im Bereich der
Industrieautomatisierung oder in der Lichtsparte Osram.

2008 hatte Siemens den Abbau von mehr als 17 000 Arbeitsplätzen
vor allem in der Verwaltung angekündigt. In der Konjunkturkrise will
der Siemens-Chef künftig nach eigenen Angaben die Kurzarbeit
ausweiten, auf betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland aber
verzichten.

(ddp)


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