14:07 | 09.03.2008
Wowereit fordert von Gewerkschaften Verzicht auf Streik im Nahverkehr
Berlin (ddp-bln). Einen Tag vor dem größten Streik im öffentlichen
Nahverkehr seit Jahrzehnten hat der Regierende Bürgermeister Klaus
Wowereit (SPD) an die Verantwortung der Gewerkschaften appelliert.
Den Nahverkehr größtenteils lahmzulegen, sei «unfair» gegenüber den
Menschen in der Stadt, sagte Wowereit am Sonntag. Bis Montagfrüh
müsse alles versucht werden, die «völlig überzogene» Streikaktion der
Lokführergewerkschaft GDL durch Verhandlungen abzuwenden.
Auch der am vergangenen Mittwoch begonnene Ausstand bei den
Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) werde jetzt parallel zum Streik der
Lokführer «vollends unverhältnismäßig», kritisierte Wowereit. Er
forderte ver.di auf, «endlich verhandlungsbereit zu sein, um zu einem
vernünftigen Abschluss zu kommen».
Der Regierungschef bat die Berliner, für den Fall anhaltender
Nahverkehrsstreiks «in ihrer Solidarität und Nachbarschaftshilfe so
vorbildlich zu bleiben, wie Sie sich bisher gezeigt haben». Wer mit
dem Auto unterwegs sei, sollte nach Möglichkeit andere Menschen
mitnehmen. Fahrgemeinschaften seien ein guter Weg, die Belastungen
«ein klein wenig erträglicher» zu machen.
(ddp)
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