11:55 | 16.08.2009
Zeitung: KaDeWe soll nicht einzeln verkauft werden
Berlin (ddp-bln). Der vorläufige Insolvenzverwalter für den
Arcandor-Konzern, Klaus Hubert Görg, will das Berliner Nobelkaufhaus
KaDeWe nicht einzeln verkaufen. Die Top-Häuser – wie auch das
Oberpollinger in München und das Hamburger Alsterhaus – seien
attraktive Bestandteile des Warenhausportfolios, sagt Görg im
Interview mit der «Berliner Morgenpost» (Sonntagausgabe). «Und nur
für Attraktives zahlen Investoren», fügte der Insolvenzverwalter
hinzu. Überhaupt wolle man die Warenhäuser durch ein
Insolvenzplanverfahren sanieren. Dafür habe man mehr Zeit als bei
Quelle.
Zugleich machte Görg dem alten Vorstand unter Thomas Middelhoff
Vorwürfe zu seiner Unternehmensführung. Um den Preis der Liquidität
sei die Substanz ruiniert worden. «Wir haben mit der Lupe nach der
Substanz in diesem Unternehmen gesucht, aber wir haben nichts
Nennenswertes gefunden», sagte Görg der Zeitung. In diesem Haus gebe
«es wirklich nichts, was nicht anderen Leuten gehört».
(ddp)
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