ROHSTOFF INTERNATIONAL

9:01 | 15.06.2010
Breaking News: BHP Billiton, BP, Lanxess, Petrobras, ThyssenKrupp

BHP Billiton: Der Konzern übt scharfe Kritik an der australischen Regierung. Diese soll hinsichtlich der Steuerbelastungen von Minenkonzernen wie BHP aber auch Rio Tinto falsche Zahlen veröffentlicht haben. Laut Aussage der Regierung hatte BHP zuletzt eine Steuerquote zwischen 13% bis 17%. Dem widerspricht der Chairman von BHP, Jacques Nasser, sehr deutlich. Nach seinen Aussagen lag die Steuerquote von BHP in den vergangenen Jahren bei etwa 43%, Rio Tinto kam auf 35%. Wird die Steuer auf Minengewinne von 40% in Australien tatsächlich Realität, würde sich die Steuerquote auf 60% für die Minenunternehmen erhöhen. Gegen eine solche Besteuerung will BHP den Widerstand verstärken.

BP: Eigenen Angaben zufolge hat die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko den Konzern bisher 1,6 Mrd. USD gekostet. BP hat bisher 25.500 von 51.000 eingegangenen Schadenersatzforderungen beglichen. Das summiert sich auf 62 Mio. USD.
US-Medienberichten zufolge hat der Ölkonzern den Finanzinvestor Blackstone, Goldman Sachs sowie eine nicht näher identifizierte Investmentbank engagiert, um eine feindliche Übernahme zu verhindern. Dabei lägen alle Optionen auf den Tisch, berichtete der Fernsehsender „Fox Business“ unter Berufung auf Finanzkreise. Zu den Möglichkeiten zählen dem Bericht zufolge der Verkauf von Vermögenswerten sowie Insolvenzantrag nach Chapter 11 in den USA.
US-Präsident Obama hat die politische Tragweite der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko mit den Anschlägen vom 11. September 2001 verglichen. Unterdessen haben mehrere Abgeordnete der Demokraten im US-Senat BP-CEO Tony Hayward in einem Brief dazu aufgefordert, 20 Mrd. USD auf ein Treuhandkonto zu zahlen. Das Geld soll für die Begleichung wirtschaftlicher Schäden und Säuberungskosten infolge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verwendet werden. In dem Brief schrieben die Abgeordneten, dass Dokumente vorlägen, die „ernste Fragen über die Entscheidungen von BP vor der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon aufwerfen“. Hayward müsse sich daher auf ein hartes Verhör vor dem Energy and Commerce Committee des US-Repräsentantenhauses gefasst machen.

Lanxess: Das Unternehmen wird ab dem 15. Juni 155.000 eigene Aktien zur Ausgabe von Belegschaftsaktien erwerben. Konzernangaben zufolge soll der Aktienerwerb ausschließlich im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen. Der Erwerb eigener Aktien soll spätestens am 25.06. abgeschlossen sein.

Petrobras: Laut der „FAZ“ will der brasilianische Ölkonzern 220 Mrd. USD in neue Tiefseebohrungen investieren. Das BP-Desaster habe keine abschreckende Wirkung.
Petrobras will einem Bericht der „Financial Times“ zufolge am Aktienmarkt schätzungsweise 25 Mrd. USD einsammeln. Das Kapital solle der Entwicklung der umfangreichen Ölreserven des südamerikanischen Landes dienen. Schon im kommenden Monat könnten die Aktien platziert werden.

ThyssenKrupp: Konzernangaben zufolge zählt ThyssenKrupp Elevator mit der Fertigung und Installation von 25 Fahrtreppen und zwölf Aufzügen bereits jetzt zu einem der wichtigsten Lieferanten für das südafrikanische Bahnprojekt „Gautrain“. Wie der Konzern weiter mitteilte, wird ThyssenKrupp Elevator am Bau des zweiten Streckenabschnitts, der in die südafrikanische Hauptstadt Pretoria führt, beteiligt sein. Das Unternehmen hat bereits den Auftrag für weitere fünf Stationen mit insgesamt 24 Fahrtreppen und 27 Aufzügen erhalten.


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