ROHSTOFF NEWS |
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15:40 | 26.03.2009
Baumwolle ist unter den Rohstoffen mit der schlechtesten Preisentwicklung
Der Baumwollpreis konnte seit dem Tief von Mitte März um gut 10% Prozent auf knapp 45 US-Cents je Pfund steigen. Preisunterstützend wirkten Nachrichten eines geringeren Angebots in den USA, dem weltgrößten Baumwollexportland. Die US-Baumwollproduzenten haben in den vergangenen acht Monaten nur noch 12,4 Mio. Ballen Baumwolle weiterverarbeitet. Das sind 32% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang erklärt sich mit einer niedrigeren Baumwollernte, welche in diesem Erntejahr nach Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums ebenfalls um 32% zurückgehen soll. Hintergrund ist, dass die Produzenten aufgrund des Preisverfalls um knapp 50% in den vergangenen zwölf Monaten stattdessen lukrativere Pflanzen wie Mais oder Sojabohnen anbauen, welche sich im selben Zeitraum weitaus besser entwickelt haben. Mit einem Minus von 9% seit Jahresbeginn zählt Baumwolle auch in diesem Jahr zu den Rohstoffen mit der schlechtesten Preisentwicklung. Mit Spannung wird nun auf die Anpflanzungspläne für das im August beginnende neue Erntejahr gewartet, welche vom US-Landwirtschaftministerium (USDA) am kommenden Dienstag veröffentlichen wird. Vorläufigen USDA-Prognosen zufolge dürfte die Anbaufläche für Baumwolle auf 8,5 Mio. Morgen fallen und damit nochmals 10% niedriger liegen als in diesem Jahr. Damit sich die Baumwollpreise nachhaltig erholen, muss die Nachfrage aus der Textilindustrie wieder anziehen. Derzeit steht dem die Wirtschaftskrise entgegen. |
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