ROHSTOFF NEWS

9:07 | 01.10.2010
Breaking News: ArcelorMittal, BHP Billiton, BP, ThyssenKrupp, Total

ArcelorMittal: Zwischen Erzkonzernen und Stahlherstellern zeichnet sich laut der „FTD“ ein neuer Machtkampf ab. Forderungen von BHP Billiton, die Erzverträge künftig jeden Monat neu zu verhandeln, stoßen in der Stahlindustrie auf Widerstand. „Wir denken nicht daran, uns auf monatliche Erzverträge einzulassen“, sagte Aditya Mittal, CFO von ArcelorMittal, im Gespräch mit der Zeitung.

Der Stahlkonzern will laut der „FTD“ künftig stärker am lukrativen Eisenerzhandel teilnehmen. „Dahinter steckt nicht die Idee, den großen Minenkonzernen Konkurrenz zu machen“, sagte CFO Aditya Mittal. Vielmehr gehe es darum, das Geschäft zu optimieren. Es werde von Fall zu Fall entschieden, ob es günstiger sei, das Erz zu verkaufen oder für die eigene Stahlproduktion zu verwenden. Zur Zeit verkauft ArcelorMittal rund 10% des eigenen Eisenerzes an Dritte. ArcelorMittal setzt damit eine Strategie um, die auch einige Minenkonzerne verfolgen: den Weg zum integrierten Rohstoff- und Stahlhersteller.

BHP Billiton: Das geplante Eisenerz-Joint Venture von BHP Billiton und Rio Tinto könnte sich verzögern oder die Pläne dafür könnten verändert werden. Die Konzerne würden angesichts der scharfen Prüfung des 116 Mrd. USD schweren Vorhabens durch die Kartellbehörden derzeit ihre Pläne überdenken, verlautete aus informierten Kreisen.

BP: Der Ölkonzern könnte laut der „BBC“ im 1. Quartal 2011 die Dividendenzahlungen wieder aufnehmen. Das sagte CEO Bob Dudley dem Sender gegenüber. BP hatte die Dividende Mitte 2010 angesichts der Milliardenausgaben für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eingestellt.

ThyssenKrupp: Der Konzern kann einen Anteil von 75,1% an der griechischen Werft Hellenic Shipyards (HSY) an den arabischen Schiffbauer Abu Dhabi Mar verkaufen. Der rest-liche Anteil wird bei ThyssenKrupp verbleiben. Die griechische Regierung und ThyssenKrupp hatten hierzu am Donnerstag einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Nach Einschätzung von Konzernchef Ekkehard Schulz befindet sich die weltweite Stahlnachfrage auf Rekordniveau und wird auch im kommenden Jahr hoch bleiben. Im Interview mit der „FTD“ erklärte er, dass insbesondere die Branchen Automobil, Elektronik sowie Hausgeräte den Absatz antreiben. Die Produktion läuft Schulz zufolge bei voller Auslastung. Gleichwohl sei die Nachfrage der Industrie größer als das Angebot von ThyssenKrupp, ergänzte er. Zugleich zerstreute er Sorgen, die weltweite Wirtschaft könnte erneut in eine Rezession geraten. „Niemand auf der Welt geht mehr von einem  „Double Dip“ aus“, sagte er.

Darüber hinaus geht Schulz davon aus, dass ThyssenKrupp im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2009/2010 (30.09.) das obere Ende der Prognose erreicht hat. Hiernach würde sich der bereinigte Vorsteuergewinn auf bis zu 1 (2008/09: -2,4) Mrd. Euro belaufen.

Total: Nach Angaben der US-Regierung ziehen sich Total, Royal Dutch Shell, Statoil sowie ENI aus dem Iran zurück. Damit seien die Konzerne vor US-Sanktionen geschützt, erklärte US-Vizeaußenminister James Steinberg.


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