ROHSTOFF NEWS |
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9:25 | 08.09.2010
Breaking News II: Dillinger Hütte, KTG Agrar, ThyssenKrupp
Dillinger Hütte: Im Saarland entsteht – hinter ThyssenKrupp und Salzgitter – der drittgrößte deutsche Stahlhersteller mit einer Jahresproduktion von zuletzt 3,2 Mio. Tonnen. Nach den Worten von Paul Belche, Vorstandschef der Dillinger Hütte, wird sich sein Unternehmen mit der Saarstahl zu einem engen Konzernverbund zusammenschließen und künftig als saarländische Stahlindustrie gemeinsam in der Öffentlichkeit auftreten. Das sagte er in einem Interview mit der „FTD“. Der neue Konzernverbund soll bis Mitte 2012 stehen. Die künftige Strategie beider Unternehmen werde von der SHS-Stahl-Holding Saar entschieden, erklärte Aufsichtsratschef Michael Müller.
KTG Agrar: Die Unternehmensanleihe des Konzerns stößt bei Privatanlegern und institutionellen Investoren auf großes Interesse. Drei Tage nach Zeichnungsbeginn wurde das KTG Biowertpapier mit einem Emissionsvolumen von 25 Mio. Euro am 06.09. voll platziert. Die Zeichnung im Bondm Segment der Stuttgarter Börse wurde durch Zuteilung vorzeitig geschlossen und die Anleihe an der Börse gelistet. Der Emissionserlös dient überwiegend der Wachstumsfinanzierung in den Kerngeschäftsfeldern. Ziel ist unter anderem die Erweiterung der Anbauflächen in Ostdeutschland und Litauen von derzeit 30.500 Hektar auf 40.000 Hektar. Um von steigenden Preisen für die knappe Ressource Ackerland zu profitieren, soll der Eigentumsanteil von derzeit rund 18,5% auf über 20% erhöht werden. Der Biogasbereich bietet ebenfalls hervorragende Wachstumschancen. Bis Mitte 2012 soll die Produktionskapazität von heute elf Megawatt auf 25 Megawatt mehr als verdoppelt werden.
ThyssenKrupp: Die jüngsten Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten erzwingen neue Vertragsmodelle für den Stahlmarkt. Dieses Zwischenfazit zog Matthias Gierse, Leiter Vertrieb Industrie bei der Tochter ThyssenKrupp Steel Europe. Das Unternehmen setzt dabei auf neue Kontraktmodelle, die am Markt bereits etabliert seien: Zum einen auf langfristige Vertragslaufzeiten in Kombination mit einem so genannten „Rohstoffanhänger“, zum anderen auf feste Vertragsvereinbarungen nur noch innerhalb einer kürzeren Laufzeit über maximal ein Quartal. Hier sei man mit einigen der Kunden bereits zu Vertragsabschlüssen gekommen, sagte Gierse weiter. |
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