ROHSTOFF NEWS

12:04 | 09.07.2009
China bestätigt Ernteprognosen

Die Prognosen für die diesjährige Getreide- und Sojabohnenernte wurden vom Chinesischen Nationalen Getreide- und Ölinformationszentrum (CNGOIC) trotz bestätigt:
Mais: Rückgang auf 163 Mio. to (+1,8%)
Weizen: Anstieg auf 113,2 Mio. to (-0,7%)
Sojabohnen: Rückgang auf 15 Mio. to (-3,2%).
Diese Prognosen gehen aber von besserem Wetter in den kommenden Wochen aus und bergen daher Abwärtsrisiken. China als größter Weizen- und zweitgrößte Maisproduzent weltweit verbraucht und lagert die Ernte aber nahezu selbst und beeinflusst die weltweiten Preise kaum.
Anders verhält es sich bei Sojabohnen: In den letzten sechs Jahren ist China mit ca. der Hälfte des weltweiten Volumens zum größten Importeur geworden. Eine geringere inländische Produktion würde daher einen noch höheren Importbedarf bedeuten. Die immensen Importe der letzten Monate sind hauptsächlich auf die Aufstockung der staatlichen Reserven zurückzuführen, welche mittlerweile weitgehend abgeschlossen sind. Somit dürfte der Importbedarf in den kommenden Monaten geringer ausfallen.
Die Sojabohnenpreise scheinen dies bereits zu vorwegzunehmen: Innerhalb einer Woche sind die Preise um 15% gefallen und liegen erstmals seit Anfang Mai unter 11 USD je Scheffel.


Weitere Meldungen
12.01.2011 Weitere Abwärtsrevisionen der Ernteprognosen möglich
11.03.2010 Aktuelle Ernteprognosen des US-Landwirtschaftsministeriums
09.09.2009 Chinesische Ernteprognosen für Sojabohnen korrigiert

 

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