ROHSTOFF NEWS |
|---|
12:29 | 20.02.2008
Commerzbank sieht bei Öl spekulative Kräfte
Die Analysten der Commerzbank schliessen aufgrund der starken Dynamik des Anstiegs beim Ölpreis auf starke spekulative Kräfte. Nachdem die NYMEX am Montag geschlossen war, holte Rohöl der Sorte WTI gestern den Anstieg im europäischen Handel vom Vortag nach und setzte noch einiges drauf: Rohöl der Sorte WTI sprang binnen eines Tages um mehr als 4 Dollar und durchstößt damit das dritte Mal seit Jahresbeginn die 100 Dollar Marke. Auslöser für den Preissprung waren nach Ansicht der Analysten die bereits gestern erwähnten Äußerungen des algerischen und des iranischen Ölministers, die eine Kürzung der Ölförderung auf dem nächsten OPEC Treffen am 5.März angesichts des saisonbedingten Rückgangs der Ölnachfrage im zweiten Quartal nicht ausschlossen. Hinzu kam, dass der Dollar in den letzten Tagen wieder verstärkt unter Druck geraten ist. Das hohe Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden. Heute ist Kontraktwechsel, und der April-Kontrakt notiert unter 99 Dollar je Barrel. Vor allem die Aussicht auf einen erneuten Lageraufbau in den USA dämpfte die Euphorie. Die Daten werden jedoch aufgrund des President’s Day erst am Donnerstag Nachmittag veröffentlicht. Darüber hinaus gab StatoilHydro, Norwegens größte Ölfirma, gestern bekannt, dass man südwestlich von GraneField in der Nordsee einen Ölfund von 20 bis 30 Mio Barrel entdeckt habe. Norwegens Ölproduktion ist seit einigen Jahren rückläufig. Im vergangenen Jahr war ein Minus von 8% zu verbuchen. Erdgas zieht mit und durchstößt die 9 Dollar Marke. Die jüngste Rallye – immerhin konnte Erdgas seit Anfang Februar gut 15% zulegen – dürfte auch auf ein zunehmendes Interesse der Investoren zurückzuführen sein. |
| Weitere Meldungen |
|---|









