ROHSTOFF NEWS

14:49 | 21.01.2021
ILZSG berichtet hohe globale Angebotsüberschüsse bei Zink und Blei – Globale Aluminiumproduktion erreichte im letzten Jahr ein Rekordhoch

Der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) zufolge überstieg im Zeitraum von Januar bis November 2020 das Zinkangebot die Nachfrage um 469 Tsd. Tonnen, während im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein hohes Defizit bestand. Grund des Überschusses ist eine um 1,1% gestiegene Produktion bei einer um 4,5% gesunkenen Nachfrage.
Ähnlich zeigt sich lt. ILZSG-Daten die Entwicklung am Bleimarkt. Hier belief sich der Angebotsüberschuss in den ersten elf Monaten des Jahres 2020 auf 167 Tsd. Tonnen (nach einem geringen Defizit im Vorjahr). Die Produktion sank um 3,9%, die Nachfrage um 5,5%.
Angesichts der Überschüsse haben sich Zink- und Bleipreise wohl von den Fundamentaldaten entkoppelt.
Aluminium
Die gestrigen Daten des International Aluminium Institute belegen für Dezember einen Anstieg der globalen Aluminiumproduktion auf rekordhohe 5,67 Mio. Tonnen (+ 4,2% ggü. Vj.). Zurückzuführen ist dies ausschließlich auf China. Im Gesamtjahr 2020 erreichte die weltweite Aluminiumproduktion mit 65,3 Mio. Tonnen ebenfalls ein Allzeithoch (+2,5% ggü. Vj.). Sie belief sich im Durchschnitt auf 178,3 Tsd. Tonnen täglich. Der Marktanteil Chinas betrug dabei 57%. In 2020 war der globale Aluminiummarkt wohl klar überversorgt. Da in China weitere Produktionskapazitäten neu in Betrieb genommen werden sollen, sollte sich dies in diesem Jahr fortsetzen. Aus fundamentaler Sicht dürften die hohen Aluminiumpreise deshalb nicht gerechtfertigt sein.


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