ROHSTOFF NEWS

15:44 | 20.01.2021
Kakao: Streikaufruf in der Elfenbeinküste

In der Elfenbeinküste (wichtigster Kakaoanbauer) hat die größte Gewerkschaft zu einem Streik und der Behinderung der Anlieferung in die Häfen aufgerufen. Viele Kakaobauern sollen zu einem Verkauf ihrer Ware unterhalb des ab Farm staatlich garantierten Preises gezwungen gewesen sein, um die Ware überhaupt absetzen zu können. Den meisten Kakaobauern fehlt die Lagermöglichkeit für größere Mengen. Die Liquidität ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die schwache Nachfrage wird unterschiedlich begründet. Infolge der Corona-Krise sank der Schokoladenkonsum und damit der Bedarf an Kakaobohnen, so die Regulierungsbehörde CCC. Infolge der zweiten Welle häuft sich nun die Ware aus der seit Oktober laufenden Haupternte in den Lagerhäusern, gesprochen wird von 100 Tsd. Tonnen. Die Exporteure machen den seit 2020/21 zu zahlenden Aufschlag von 400 USD je Tonne auf den Börsenpreis mitverantwortlich. Dadurch würden sich Abnehmer andernorts nach billigerer Ware umzusehen. Die jüngsten Daten aus Nordamerika sorgten für Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage. Dort stieg die Vermahlung von Kakaobohnen im 4. Quartal um 7% ggü. Vj.. Die Daten aus Europa dagegen enttäuschen. Hier ist ein Rückgang der Verarbeitung im 4. Quartal um 3,1% zu verzeichnen, während ein solcher nur halb so stark erwartet wurde. Gestern stieg der Kakaopreis in New York – im Zuge der nordamerikanischen Daten und der Proteste in der Elfenbeinküste – auf 2.590 USD je Tonne (+ 2,5%). Dies entspricht in etwa dem Niveau zu Jahresbeginn.


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