ROHSTOFF NEWS

15:40 | 06.07.2020
Konkurrenz für Weizenexporte 2020/21 der EU wächst

Die Weizenexporte der EU, besonders derer aus Frankreich, befinden sich weiterhin auf hohem Niveau. Doch die Konkurrenz nimmt zu. Infolge des verspäteten Erntestarts dürfte im Juli wenig Weizen aus Russland exportiert werden, doch im Herbst wieder sehr viel mehr. Allen Anzeichen nach dürfte Russland wieder an die Spitze der Exporteure gelangen. So soll die Ernte die des Vorjahres übertreffen, während in der EU die Weizenernte laut EU-Kommission wohl um 10% unter der Vorjahresmenge liegt. Entsprechend geht die EU-Kommission von niedrigeren Ausfuhren aus. In der gerade begonnenen Saison 2020/21 sollen nur 25 Mio. Tonnen Weichweizen aus der EU-27 exportiert werden (Weizen insgesamt 26,3 Mio. Tonnen), während sich die Schätzungen für Russland derzeit auf rund 36 Mio. Tonnen belaufen. Diese dürften hauptsächlich in der ersten Saisonhälfte abgesetzt werden. Der Einschätzung des Beratungsunternehmens SovEcon zufolge wird Russland in den Herbstmonaten jeweils Rekordmengen von über 5 Mio. Tonnen Weizen ausführen. Die Regierung zieht jedoch für die Zeit ab Dezember Ausfuhrbeschränkungen in Betracht, sollte dies zur Aufrechterhaltung einer ausreichenden inländischen Versorgung nötig sein. Von einer solchen Maßnahme könnte die EU profitieren. Allerdings dürfte früh in 2021 dann die neue australische Ernte erfolgreich abgesetzt werden. Dort wird nach den letzten Dürrejahren ein Erntezuwachs auf 26 Mio. Tonnen (+70%) erwartet.


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