ROHSTOFF NEWS |
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15:26 | 02.04.2009
Leichte Erholung beim Öl
Den freundlicheren Aktienmärkten und einem schwächeren US-Dollar ist es zu verdanken, dass sich die Ölpreise leicht erholen konnten. Am Morgen handelt der Mai-Kontrakt für WTI bei 49 USD je Barrel, nachdem gestern nach den US-Lagerdaten Tiefstände bei 47,25 USD verzeichnet wurden. In der letzten Woche sind die US-Rohöllagerbestände begünstigt durch höhere Rohölimporte um 2,8 Mio. Barrel auf 359,4 Mio. Barre gestiegen. Das ist der höchste Stand seit knapp 16 Jahren. Dagegen fielen in Cushing die Lagerbestände erneut um 856 Tsd. Barrel. In erster Linie geschah der Anstieg der Lagerbestände an der US-Golfküste. Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass Rohöl, welches bislang in Tankern auf See gehalten wurde, an Land eingelagert wird. Außerdem kann es sein, dass wegen des gestiegenen Kontrahentenrisikos und der besseren Veräußerbarkeit der US-Lagerbestände ein Teil der weltweiten Lagerbestände in die USA umgelenkt wird. Somit ist es vorstellbar, dass die US-Rohöllagerbestände die tatsächliche Situation am Ölmarkt überzeichnen. Dagegen unerwartet stiegen die Benzinlagerbestände um 2,2 Mio. Barrel. Im Anschluss an die Veröffentlichung geriet der Bezinpreis entsprechend besonders stark unter Druck. Im Gegensatz zu den US-Lagerbeständen deuten die aktuellen Daten zur OPEC-Produktion auf eine weitere Angebotsverknappung bei Rohöl hin. Die OPEC-Produktion sank lauter einer Bloomberg-Umfrage im März um 1,2% oder 345 Tsd. Barrel gegenüber Februar auf 27,395 Mio. Barrel. Die Produktion betrug ohne den Iran 25,06 Mio. Barrel Rohöl. Die OPEC-Quote wurde damit im letzten Monat nur noch um 215 Tsd. Barrel pro Tag übertroffen. Die Überproduktion im März lag laut einer Reuters-Umfrage allerdings noch immer bei 880 Tsd. Barrel pro Tag. |
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