ROHSTOFF NEWS

12:17 | 14.05.2009
Metallpreise unter Druck

Die fallenden Aktienmärkte und der festere USD haben die Metallpreis mit nach unten gezogen.
Gestern wurden die Konjunkturdaten veröffentlicht.
Die US-Einzelhandelsumsätze fielen im April (Vormonatsvergleich) mit -0,5% unter Erwartung (+0,2%) aus; ebenso die Industrieproduktionsdaten Chinas, trotz einer Steigerung um 7,3% (vgl. Vorjahr).
Die Rückkehr der Märkte zur Vernunft dürfte den gesamten Metallsektor belasten. Sensibel düfte dabei vor allem Kupfer sein, vorher einer der großen Profiteure des Konjunkturoptimismus. Hier scheint demnächst ein Preisrückgang von 20% bis auf 3500 USD /to möglich. Den massiven Rückgang der LME-Lagerbestände um ein Drittel in weniger als drei Monaten führen wir die Analysten der Commerzbank einzig und allein auf die Arbitrage zwischen den Märkten in London und Shanghai zurück. Die Anzahl der gekündigten LME-Lagerscheine bei Kupfer bleibt sehr hoch, was zu einem weiteren Lagerabbau beitragen und die Preise im Mai noch unterstützen wird. Dennoch darf man von einem baldigen Auslaufen der chinesischen Reservekäufe bei allen Metallen ausgehen. Zudem hat der Verband der Nicht-Eisenindustriemetalle zuletzt das Reservebüro zum Einstellen der Käufe aufgefordert. Die hohen chinesischen Lagerbestände könnten mittelfristig durchaus ein Risiko für die Metallpreise sein.


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