ROHSTOFF NEWS |
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16:00 | 15.02.2011
Paladin Energy – Produktionsverdopplung steht auf der Tagesordnung
Der Umsatz steigt, die Produktion wird ausgeweitet, aber unterm Strich bleibt nichts übrig. Im ersten Halbjahr vergrößert sich der Verlust bei Paladin Energy.
115,8 Millionen Dollar setzt Paladin Energy (WKN: 890889) im ersten Halbjahr 2010/2011 um. Ein Jahr zuvor waren es 101,2 Millionen Dollar. Der Verlust vor Steuern erhöht sich jedoch von 3,3 Millionen Dollar auf 55,4 Millionen Dollar. Netto ergibt dies beim Uranproduzenten ein Minus von 29,5 Millionen Dollar, im Vorjahr betrug der Verlust zur Hälfte des Geschäftsjahres 19,0 Millionen Dollar. Analysten zeigen sich von den Zahlen etwas enttäuscht, sie liegen leicht unter den Erwartungen. Vor allem höhere Kosten in verschiedenen Bereichen sorgen für den Verlust. So hat sich Paladin jüngst doppelt verstärkt. Man hat NGM Resources (WKN: A0CAAW) erworben. Die neue Tochter arbeitet an Uranexplorationen im Niger. Gleichzeitig wurden Uranassets von Aurora Energy Resources (WKN: A0JKA9) gekauft. Dies belastet die Zahlen. Im Dezember hat die Gesellschaft eine Wandelanleihe über fünf Jahre aufgelegt, die 300 Millionen Dollar eingebracht hat. Mit dem frischen Geld wird eine Anleihe zurückgekauft, die im Dezember 2011 ausläuft und ein Gesamtvolumen von 250 Millionen Dollar hat. Auf den Förderstätten von Paladin Energy läuft es unterdessen gut – aber nicht perfekt. Man musste die ursprüngliche Förderprognose für 2011 zurücknehmen. Angedacht war eine Förderung von 7 Millionen Pfund Uran. Daraus wird jedoch nichts, die neue Schätzung beläuft sich auf 6 Millionen Pfund bis 6,3 Millionen Pfund. Nach sechs Monaten schafft das Unternehmen ein Fördervolumen von 2,83 Millionen Pfund Uran. Das ist ein Plus von 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf zwei Liegenschaften fördern die Kanadier das begehrte Uran. Dabei handelt es sich um die Mine „Langer Heinrich” in Namibia und um die Kayelekera-Mine in Malawi. Vor allem in Malawi gab es im Vorjahr Probleme, dort lief beim Start der Mine nicht alles so rund wie erhofft. Dies drückt sich in der verringerten Prognose aus. Beide Liegenschaften sollen in den kommenden Jahren erweitert werden. In Namibia können derzeit jährlich 3,7 Millionen Pfund Uran gefördert werden. Dort soll die Mine im nächsten Schritt eine jährlich Produktion von 5,2 Millionen Pfund schaffen, in einer weiteren Ausbaustufe sollen 10 Millionen Pfund machbar sein. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Ausbau, entsprechende Studien werden erstellt. In Malawi gibt es ebenfalls Expansionspläne, hier will man die Mine auf 3,8 Millionen Pfund vergrößern. Die Pläne finden sich in den künftigen Erwartungen wieder: Bis zum Geschäftsjahr 2013/2014 will Paladin seine Produktion mehr als verdoppeln. Dann soll sich die jährliche Förderung auf 14 Millionen Pfund belaufen. Die Umsätze in den kommenden Monaten können stark vom steigenden Uranpreis beeinflusst werden. Im ersten Halbjahr lag der durchschnittliche Preis je Pfund bei rund 50 Dollar. Seit dem Jahresanfang ist der Preis auf 73 Dollar je Pfund angestiegen. Das sollte sich in den kommenden Zahlen bemerkbar machen. Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen und GOLDINVEST.de und seine Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen GOLDINVEST.de und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis. Wir weisen darauf hin, dass Autoren und Mitarbeiter von GOLDINVEST.de Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. |
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