ROHSTOFF NEWS |
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16:08 | 21.01.2008
Produktionsrückgang am Kaffeemarkt bereitet noch keine Sorgen
Zürich (AWP) – Auf deutlich höherem Niveau als vor Jahresfrist ist die Preisentwicklung im Kaffeemarkt im neuen Jahr gestartet. Trotz weltweitem Ernterückgang in der laufenden Saison kann das Produktionsdefizit durch Vorräte aus früheren Überschussjahren gedeckt werden. Die Preissteigerungen sind deshalb am Weltmarkt nur gering. Sollte jedoch die Erzeugung im kommenden Erntejahr nicht den Erwartungen entsprechen, dürften die Preise schlagartig steigen. Die weltweite Kaffeeproduktion wird nach neusten Prognosen im neuen Erntejahr 2008/09 von geschätzten 116 Mio Sack zu je 60 Kilogramm in der laufenden Saison auf 123 bis 126 Mio Sack steigen. Wie es in er Verlautbarung der Internationalen Kaffee-Organisation (ICO), Dachorganisation der Kaffee produzierenden Länder, weiter heisst, soll sich gleichzeitig der Weltverbrauch an Kaffee von 123 Mio auf über 125 Mio Sack erhöhen. Dieser Berechnung liegt die Annahme zugrunde, dass in den kommenden Jahren der weltweite Kaffeekonsum um 1,5 bis 2% zunehmen wird. Der von der ICO in Aussicht gestellte Anstieg der globalen Erzeugung für 2007/08 dürfte allerdings eine Verknappung des Angebots nicht verhindern. Fast gleichzeitig hat der deutsche Statistiker F.O. Licht in seiner ersten im neuen Jahr publizierten Studie darauf hingewiesen, dass im auslaufenden Kaffeejahr die Produktion gegenüber 2006/07 einen markanten Rückschlag von damals 135,5 Mio Sack erlitten hat. Aus diesem Grunde rechnet er mit einem Produktionsdefizit für 2007/08 von 1,8 Mio Sack. Neusten Anzeichen aus den Exportländern zufolge sollte aber dieses Defizit ohne grössere Probleme durch Vorräte aus früheren Überschussjahren ausgeglichen werden. Zum Jahreswechsel hielten sich jedenfalls die Exporte aus Brasilien auf hohem Niveau, und aus Vietnam werden Rekordverschiffungen gemeldet, so dass die Versorgungslage aus heutiger Sicher in keiner Weise Anlass zur Besorgnis gibt. Angesichts der Erwartung, dass in den nächsten Jahren der Verbrauch um durchschnittlich 2% oder rund 3 Mio Sack steigen wird, warnt allerdings Licht, dass sich die Produktion in den kommenden Jahren entsprechend erhöhen muss, um den Weltbedarf zu befriedigen. Wohl wird damit gerechnet, dass in Brasilien, Vietnam und Indonesien die Erzeugung bereits im nächsten Jahr zunehmen wird. Die Frage stellt sich aber für Licht, ob die Ernte 2008/09 in Brasilien für die Bildung neuer Vorräte gross genug sein wird, damit ein zyklischer Rückgang der Produktion im darauf folgenden Jahr kompensiert werden kann. |
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