ROHSTOFF NEWS

11:59 | 06.05.2009
Rückgang der Weizenproduktion

Agrarrohstoffe:
Der Marktüberschuss bei Weizen im kommenden Erntejahr könnte aufgrund bestehender Angebotsrisiken in den USA unter Erwartung ausfallen und der Preis dadurch der mittelfristig steigen.
Auch in Argentinien, in den vergangenen Jahren unter den fünf größten Weizenexporteuren weltweit, dürfte die Produktion niedriger ausfallen. Im Jahr 2008/2009 hatte sich die Ernte Dürreschäden zufolge auf 8,3 Mio. to im Vergleich zum Vorjahr schon fast halbiert. Die Getreidebörse von Buenos Aires erwartet für das Jahr 2009/2010 einen Rückgang der Anbauflächen um knapp 20% auf 3,7 Mio. Hektar. Das wäre der niedrigste Wert seit Aufzeichnungsbeginn 1969. Aufgrund der anhaltenden Dürre in der wichtigen Anbauprovinz Buenos Aires könnte die Anbaufläche sogar noch stärker schrumpfen. Mit einer weiter sinkenden Produktion dürfte der Druck auf die argentinische Regierung zunehmen, Exportbeschränkungen und Preiskontrollen aufzuheben, welche die Weizenproduktion bei den derzeitigen Preisen oft unrentabel machen. Die Bauern könnten nun zum Anbau von Sojabohnen übergehen, welche sich zuletzt deutlich besser entwickelt haben. Noch richtet sich der Fokus auf die fortlaufenden Abwärtsrevisionen der argentinischen Sojabohnenernte in 2009. Eine deutlich bessere Ernte 2010 ist noch nicht im Blick der Marktteilnehmer, könnte aber die langfristigen Preisperspektiven bei Sojabohnen merklich trüben.


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