Kaffeepreise im Abwärtstrend
Die Kaffeepreise befinden sich im Abwärtstrend. Der Preis für Arabica ging in einer Woche um 10% auf 116,70 US-Cents je Pfund zurück, was dem niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten entspricht. Dieser Rückgang beruht wohl überwiegend auf technischen Faktoren. Dabei spielt wohl auch ein enormer Abbau von Long-Positionen der kurzfristig orientierten Marktteilnehmer eine Rolle: In der Woche zum 16. Juni sanken die Netto-Long Positionen für Arabica an der CBOT schon um 10.000 auf 22.376 Kontrakte. In der Woche zuvor hatten sie mit 32.400 Kontrakten den höchsten Stand seit 15 Monaten erreicht. Die Glattstellungen der Positionen dürften aber jetzt enden. Laut Bekanntgabe des Verbandes der kolumbianischen Kaffeeanbauer ist die Produktion im weltweit drittgrößten Produzentenland im Mai um 14% gegenüber dem Vorjahr auf 702 Tsd. Sack zurückgegangen. Zwischen Januar und Mai lag die Produktion bei 3,55 Mio. Sack und damit 30% niedriger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies widerspricht vorherigen Meldungen, laut denen die Produktion 2009 auf Vorjahresniveau liegen soll. Diese Meldungen hatten den Preisverfall größtenteils mit verursacht. Noch stärker betroffen ist Robusta-Kaffee, der in einer Woche um 12% auf 1.344 USD je to auf den niedrigsten Stand seit knapp drei Jahren fiel. Das bedeutet, dass die Robusta-Preise bereits unter den Produktionskosten (ca. 1400 USD in Vietnam) liegen. Vietnam ist der weltgrößte Robusta-Produzent.
Mittelfristig gesehen sollten beide Kaffeesorten großes Aufwärtspotenzial haben.

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