Vorschau Ölmarkt
Der Januar-Kontrakt für WTI wird heute letztmals gehandelt. Der Februar-Kontrakt liegt etwa 1,5 USD darüber, aber dieser Anstieg dürfte nicht nachhaltig sein. Morgen findet das OPEC-Treffen in Luanda (Angola) statt. Die 12 Mitgliedsstaaten werden wohl nichts an den Förderquoten ändern, wie auch von OPEC Präsident de Vasconcelos kürzlich geäußert. Das Ölkartell stellt etwa 40% der globalen Produktion. Viele Mitglieder sind mit dem Preis von 70 und 80 USD/Barrel zufrieden. Wie die IEA berichtet, wurde die angekündigte Kürzung der Produktion um 4,2 Mio. Barrel im November nur noch zu 58% umgesetzt. Bei einigen Mitgliedsländern wie etwa Nigeria, Venezuela und Iran lässt die Quotendisziplin zu wünschen übrig. Da sich die Nachfrage trotz des Wachstum in den Schwellenländern nur um 1,5 Mio. Barrel/Tag erholt hat, herrscht Überversorgung. Dies dürfte an den Lagerbestandsdaten in den USA zu sehen sein, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Mit Bewegung auf dem Markt ist in den nächsten zwei Wochen zu rechnen, je nachdem, wie sich die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter und auch die Erstanträge auf Arbeitslosengeld in den USA zeigen. Wenn die Daten im normalen Bereich liegen und der USD nicht viel weiter ansteigt, dürfte sich der Ölpreis vorläufig um 70 USD/Barrel bewegen.

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