ROHSTOFFMARKT AKTUELL

14:57 | 06.03.2018
Ölpreise legten gestern um 2% zu – Einschätzungen der Internationalen Energieagentur

Dass die Ölpreise gestern um 2% zulegen konnten, dürfte der besseren Stimmung an den Finanzmärkten geschuldet sein, denn die Nachrichtenlage spricht nicht dafür.
Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur ist die Versorgung des weltweiten Ölmarktes auf mittelfristige Sicht infolge der steigenden US-Produktion reichlich. Letztere soll in den nächsten fünf Jahren – dank Schieferöl – auf 12,1 Mio. Barrel pro Tag (+ 2,7 Mio.) steigen. Bei einem weiter bestehenden Preisniveau von über 60 USD könnte die Prognose erhöht werden, so IEA-Chef Birol. Das US-Produktionswachstum soll den voraussichtlichen Anstieg der weltweiten Ölnachfrage bis 2020 fast gänzlich decken. Zusammen mit dem Produktionswachstum in Brasilien, Kanada und Norwegen wäre dies höher als das Nachfragewachstum. So schätzt die IEA den Bedarf an OPEC-Öl in 2019 auf 31,8 Mio. Barrel pro Tag und damit geringer als das aktuelle Niveau der OPEC-Produktion. Daher müsste das Kürzungsabkommen weiter bestehen. Noch hilft der OPEC die weiter sinkende Ölproduktion in Venezuela, deren Rückgang von der IEA bis 2023 auf 1,1 Mio. Barrel pro Tag geschätzt wird. So sollte es der OPEC der IEA zufolge lediglich möglich sein, die Produktionskapazitäten in den folgenden fünf Jahren um 750 Tsd. Barrel pro Tag zu erhöhen. Das gestrige Treffen von Vertretern der OPEC und der Schieferölindustrie hat keine konkreten Ergebnisse erbracht.


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